




Ich selbst hatte von Anfang an einen Steuerberater. Und ich werde wahrscheinlich dabei bleiben, sofern die AI das nicht signifikant verbessert. Warum? Das hat viele Gründe:
Als Freiberufler habe ich auf meinem Geschäftskonto vielleicht 15 relevante Buchungen im Monat. Das ist nicht viel und das kann man vielleicht auch selbst erledigen. Aber es ist nicht mein Metier und mir es ist mir wichtiger, Stunden für meine Kunden abzurechnen, als mich darum zu kümmern. Am Wochenende zählen Familie und Freizeit. Die Zeit für die Steuerberatung würde obendrauf kommen, das möchte ich nicht.
Es sind eigentlich weniger die Buchungen, die auch erledigen lasse, sondern eher die Einkommensteuer-Erklärung. Ich habe Einkünfte aus selbstständiger Arbeit, aber im Endeffekt wenig Kosten, die dem gegenüber stehen. Das sind im Wesentlichen:
Mir ist wichtig, einmal im Jahr die Einkommensteuer-Erklärung durchzugehen, um Potenziale zu finden, die sich ansetzen lassen. Durch die ganzjährige Betreuung ist die Erklärung ja bereits zu großen Teilen erledigt und vorgefertigt, aber dann geht es eben um Aufwände, Sonderaufwände (z.B. Umbau des Büros nach Corona) und weitere Dinge, über die ich mit meinem Steuerberater spreche. Dann entscheiden wir gemeinsam, was ich ansetze, und was nicht.
Die Kosten meines Steuerberaters:
Such dir einen Steuerberater, mit dem du klarkommst. Wichtig ist, dass ihr einmal im Jahr euer Gespräch über die EKSt führt, ansonsten habt ihr eigentlich nicht viel miteinander zu tun.
Wichtig ist auch, dass er dir proaktiv Möglichkeiten aufzeigt, wenn du eine größere Entscheidung triffst, z.B. wenn es darum geht eine Immobilie zu erwerben. Was sind die steuerlichen Vor- und Nachteile? Geschäftlich, teilgeschäftlich, oder privat kaufen?
Du bist selbst Berater und wirst für Beratung bezahlt, daher kannst du dir auch einen Berater für Dinge suchen, die nicht deine Kernkompetenz sind.
Warum es sich als Freiberufler lohnt, einen Steuerberater zu haben.