




Aus meiner Sicht ist das erstmal Mist. Das Konzept dahinter: Ein Dienstleister stellt dich ein. Du bist also Arbeitnehmer bei dem Dienstleister, mit allem Pipapo: Krankenversicherung, Rentenbeiträge, etc. Und dann überlässt dieser Arbeitgeber dich dem finalen Auftraggeber für das Projekt. Du wirst also projektbezogen angestellt und beziehst damit nicht mehr Einkommen aus selbstständiger Arbeit, sondern bist Lohnempfänger. Das machen Unternehmen, um dem Menetekel der Scheinselbständigkeit zu entkommen.
Wenn aber „alles“, also deine Versicherung, Steuern, Rentenvorsorge und Co. auf die Freiberuflichkeit optimiert sind, bekommst du im Endeffekt netto weniger im Vergleich zu einem Direktmandat als Freiberufler. Aber das Risiko für Rentenbeiträge, Strafen etc. für die Auftraggeber ist dann genau: Null. Und damit kalkulierbar. Du wirst also teurer, aber das Unternehmen ist auf der sicheren Seite. Problem dabei: Ich habe nur zwei oder dreimal damit rechnen müssen, aber ich hätte dabei jedes Mal weniger verdient, als ich in einem normalen Mandat. Ist ja auch verständlich: Der Dienstleister muss schließlich auch bezahlt werden.
Ich mache keine ANÜ. Wenn ein Auftraggeber mich aus Prinzip (weil Company-Policy) nicht direkt beauftragt, sondern über einen Dienstleister gehen möchte, dann bin ich nicht bereit, dafür meinen Satz zu minimieren. Denn ich bin nicht scheinselbständig. Für mich ist das auch zu krass, plötzlich als Angestellter zu arbeiten. Meine ganzen Versicherungen etc. sind darauf ausgelegt, Freiberufler zu sein. Und dann geht es ja weiter, denn diese Form impliziert ja eher ein Tagessatz-Modell - ich arbeite auf Stundenbasis.
Wenn es sich für dich nicht vermeiden lässt, musst du in den sauren Apfel beißen. Dann hol den maximalen Satz raus.
Sollte man als Freiberufler Arbeitnehmerüberlassung machen? Warum gibt es Arbeitnehmerüberlassung?