




Wenn du auf Projektakquise bist, gibt es oft nur zwei extreme Situationen:
Der Markt ist lau, still und wenn eine Anfrage kommt, dann ist sie Mist. Mist, weil - weit weg. Montagmorgens wieder auf die Autobahn, in den Zug, mit dem Taxi zum Flughafen, um irgendwo hinzukommen? Das muss man wirklich wollen. Früher wollte ich, heute hab ich darauf keine Lust mehr. Das wiegt dann stärker als ein wirklich tolles Projekt. Ich bin gesettelt und will nicht mehr vier Tage die Woche weg sein von der Familie.
Zumindest denkst du das am Anfang der Akquisephase - Nach einiger Zeit schaut das schon anders aus, denn so langsam brauchst du wirklich ein Projekt, die geplante Überbrückungskohle wird knapper und knapper, so langsam musst du an die Reserven. Dann lieber doch das andere Szenario:
Der Markt dreht durch, du hast mindestens drei heiße Eisen parallel im Feuer, alle wollen nur dich! Blöd ist nur, dass alle unterschiedliche Anbahnungsphasen haben. Der Erste vom Montag sagt gleich zu, aber du hast bei den anderen beiden noch einen Termin, die willst du dir auch anschauen - vielleicht ist es da ja noch geiler, und die zahlen sogar mehr.
Also sagst du dem Ersten, dass du eine Woche Bedenkzeit brauchst und dich am Freitag meldest. Du hast ja noch zwei Gespräche diese Woche, das nächste ist gleich am Mittwoch, und das andere kannst du ja vielleicht auf Donnerstag legen, da rufst du gleich mal an. Oh, erst nächste Woche? Ok - doof - aber du machst mal einen Termin, sicher ist sicher. Am Mittwochmorgen ist der Kunde vom zweiten Projekt dann krank - "wir melden uns nochmal wegen eines neuen Termins."
Heute ist Freitag. Einer fix, zwei offen. Wofür entscheidest du dich nun?