




Gespräche mit dem Fachbereich für ein neues Projekt, Direktmandat, ohne Zwischenhändler. Der Fachbereich ist sich einig: Das passt. Du hast selbst auch ein gutes Gefühl. Tolles Mandat, tolles Team, das soll dein nächste Kunde werden, irgendwie sind sich da alle sicher. Eine letzte Formalie noch - schick doch mal dein Angebot. Du hattest deinen Stundensatz ja bereits platziert, ist ja alles klar.
Du formulierst nochmals dein Angebot - alles, was ihr besprochen hattet und versendest es.
Dann: Nichts.
Nach drei Tagen fragst du dich, was da los ist. Aber es ist nicht gut, nachzufragen. Also abwarten. Freitag, so gegen 17:00 Uhr klingelt das Telefon. Dein Gefühl sagt dir, dass du da mal besser rangehst. Dran ist der Einkauf deines möglichen Kunden.
„Tja, ich hab mir nochmal ihr Angebot angeschaut. Also. Vergleichbare Leute bekommen bei uns 20 Euro weniger die Stunde. So kommen wir dann wohl leider nicht zusammen.“
Pause. Du weißt, das ist die Taktik, du hast es ja nicht zum ersten Mal gemacht. Aber jetzt beginnt das „wer-spricht-zuerst-Spiel“. Du sagst nichts. Einkauf sagt:
„Wie viel ist es denn jetzt wirklich? Da müssen wir uns schon irgendwie treffen.“
Du sagst:
„Vier Euro“.
Einkauf sagt:
„Ist das ihr letztes Wort?“?
Du sagst
„Ja"
- aber innerlich denkst du dir, nein, vielleicht noch mehr abgeben, ist doch ein tolles Projekt.
Einkauf sagt:
„Dann ist das ihr letztes Wort. Gut, bitte seien sie uns nicht böse, wenn der Auftrag nicht zustande kommt. Wir prüfen das und geben ihnen irgendwann nächste Woche Bescheid.“
Schönes Wochenende.